Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie e.V.

Fachverband für Seelsorge, Beratung und Supervision

mit den Sektionen

Deutsch Gesellschaft für Pastoralpsychologie e.V. - Fachverband für Seelsorge, Beratung und Supervision
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Die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PASTORALPSYCHOLOGIE E.V. (DGfP) ist der ökumenische Fachverband für Seelsorge, Beratung und Supervision in Deutschland.

In ihm sind rund 700 Pfarrerinnen und Pfarrer, Priester und kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammengeschlossen, die neben ihrer theologischen Qualifikation auch eine psychologische, psychotherapeutische, supervisorische oder beraterische Weiterbildung absolviert haben.

Die Mitglieder arbeiten als Seelsorger/innen, Supervisor/innen, Ausbilder/innen und Berater/innen in kirchlichen Arbeitsfeldern.

Je nach Art der absolvierten psychologischen Weiterbildung gehören die Mitglieder einer der fünf Sektionen an, die sich innerhalb der DGfP gebildet haben. Es sind dies die Sektionen:

•    Gruppe – Organisation – System (GOS)
•    Gestaltseelsorge und Psychodrama in der Pastoralarbeit (GPP)
•    Klinische Seelsorgeausbildung (KSA)
•    Personzentrierte Psychotherapie / Seelsorge (PPS)
•    Tiefenpsychologie (T)
Die DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR PASTORALPSYCHOLOGIE wurde 1972 gegründet und hat sich zur Aufgabe gestellt, Fort- und Weiterbildungsangebote im Bereich von Seelsorge, Beratung und Supervision anzuregen, zu koordinieren und zu qualifizieren.
Neben der Jahrestagung, die in der ersten Maiwoche stattfindet und immer ein aktuelles Thema behandelt, treffen sich die Sektionen zu getrennten Aktivitäten.
Die Mitglieder der Gesellschaft, die den Status als Weiterbildnerinnen und Weiterbildner haben, bieten eigene Aus-, Fort- und Weiterbildungen nach DGfP-Standards an.
Zahlreiche Mitglieder haben den Abschluss als „Supervisor/in DGfP“ und/oder „Lehrsupervisor/in DGfP“ und arbeiten als solche.
Seit ihrer Gründung hat die DGfP den wissenschaftlichen Diskurs mit den Sozial- und Humanwissenschaften gesucht.
Die pastoralpsychologische Theoriebildung hat einen hohen Stellenwert in der Arbeit der Gesellschaft und führt zu neuen Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die kirchliche und religiöse Praxis.
Den wissenschaftlichen und pastoralpsychologi-schen Diskurs führt die Gesellschaft in den Fachzeitschriften „Wege zum Menschen“ und „Transformationen. Pastoralpsychologische Werkstattberichte“. „Transformationen“ kann über die Ge-schäftsstelle bezogen werden.
Die DGfP unterstützt finanziell und personell den internationalen (ICPCC) wie den europäischen Verband für Seelsorge und Beratung (ECPCC). Mitglieder der DGfP arbeiten in internationalen Zusammenhängen in der Weiterbildung und sind beteiligt an der Entwicklung interkultureller Konzepte für Seelsorge, Supervision und Beratung.
Informationen über Aktivitäten der Gesellschaft sind ersichtlich auf der DGfP Homepage www.pastoralpsychologie.de
Infos und Kontakt:
DGfP e.V.
Geschäftstelle
St.-Leonhard-Str. 24/1
88339 Bad Waldsee
Tel +49 7524 905 211
Email: info@pastoralpsychologie.de
Homepage: www.pastoralpsychologie.de
VR: 15325, Amtsgericht München

Die Sektionen
Sektion Gruppe – Organisation – System
Pastoralpsychologische Arbeit mit systemischer Perspektive
Grundlagen: Die pastoralpsychologische Arbeit dieser Sektion orientiert sich an den Methoden der Gruppendynamik, der Systemtheorie, den Organisationstheorien und der Rollentheorie.
Aufgaben: Die Mitglieder sind als Trainer/innen, Weiterbildner/innen, Supervisor/innen und Organisations- bzw. Gemeindeberater/innen tätig.
Weiterbildung: Die Sektion baut auf verschiedenen Weiterbildungsgängen auf (z.B. Gruppendynamik, TZI, Gemeindeberatung, Systemische Beratung, Supervision).

Sektion Gestaltseelsorge und Psychodrama in der Pastoralarbeit
Erfahrungsbezogene Wege zum Menschen
Begegnung: Psychodrama nach Moreno geht von der Begegnung des Menschen in seinen psychosozialen und transzendenten Netzwerken aus. Gearbeitet wird mit Techniken wie Rollentausch, Spiegeln, Doppeln, kreativem und spontanem Spiel.
Gestaltseelsorge fördert, ausgehend von Perls Gestalttherapie, die Integrations- und Heilungsprozesse beim Einzelnen und in der Gruppe. Die Methodenvielfalt bei der Arbeit mit Konflikten und seelischen Nöten sowie kreative Erfahrungen des Glaubens sind Stärken dieses Ansatzes.
Professionalisierung: Beide Verfahren bieten eine mehrjährige berufsbegleitende Weiterbildung an, die der seelsorgerlichen und pastoralpsychologischen Professionalisierung von Beratung, Seelsorge, Supervision und Gemeindearbeit dient.

Sektion KSA – Klinische Seelsorgeausbildung
Erfahrungsorientiertes Modell für Seelsorge und Kommunikation
KSA stellt ein Lernmodell dar, in dem Seelsorge, Kommunikation und Supervision durch Selbsterfahrung und Reflexion beruflicher Praxis gelernt und eingeübt wird. Theologische Reflexion, Ansätze aus Psychotherapie, Kommunikations- und Sozialwissenschaften sind die Elemente der Weiterbildung und ermöglichen ein erfahrungsbezogenes, personenspezifisches und identitätsbildendes Lernen.
Pastorale Supervision: KSA-Mitglieder sind als Seelsorger/innen oder kirchliche Mitarbeiter/innen in der Kategorial- oder Gemeindeseelsorge, in der Bildungsarbeit oder in Forschung und Lehre tätig.
Dreistufiges Weiterbildungsmodell: Die dreigestufte curriculare Weiterbildung befähigt zu pastoralpsychologisch qualifizierter Seelsorge (1), zu Einzel-, Gruppen- und Teamsupervision (2) und zur KSA-Kursleitung (3).

Sektion Personzentrierte Psychotherapie und Seelsorge
Empathie, Akzeptanz und Kongruenz
Das anthropologische Verständnis dieses Beratungsansatzes ist ressourcenorientiert. In einer durch Empathie, Akzeptanz und Kongruenz geprägten Beziehung erhalten Menschen Zugang zu ihren Wachstumsmöglichkeiten und zu bisher nicht wahrgenommenen Persönlichkeitsanteilen.
Die Mitglieder dieser Sektion sind in Gemeinden, in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in Lehre und Bildungsarbeit tätig.
Angeboten werden Weiterbildungsgänge für Beratende Seelsorge und Supervision.

Sektion Tiefenpsychologie
Bedeutung unbewusster Prozesse für das Verständnis von Einzelnen und Gruppen
Ansatz: Grundlage ist das Verständnis für die Bedeutung unbewusster Prozesse und zwischenmenschlicher Konflikte. Ausgehend von den Konzepten der Psychoanalyse seit S. Freud und der Analytischen Psychologie seit C.G. Jung liegen Schwerpunkte auf der vertieften Wahrnehmung und Klärung unbewusster Beziehungsprozesse, der Aneignung der eigenen Lebensgeschichte und der Ermöglichung und Reflexion symbolischer Erfahrungen.
Arbeitsfelder: Seelsorge, Beratung von Einzelnen, Paaren und Familien, Supervision mit Einzelnen, Gruppen und Teams.
Angebote: Fort- und Weiterbildung für psychoanalytische/analytisch-psychologische Beratung und Supervision bzw. Begleitung Einzelner bei der Durchführung ihrer tiefenpsychologischen Weiterbildung.