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Ordnung für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft in der

Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie e.V.


Die Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie e.V. kann Mitgliedern der Gesellschaft und Nicht-Mitgliedern, die sich in herausragender Weise um die Pastoralpsychologie oder um die Gesellschaft verdient gemacht haben, die Ehrenmitgliedschaft verleihen. Durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft sollen herausragende wissenschaftliche Leistungen und andere Publikationen auf dem Gebiet der Pastoralpsychologie und das überragende Engagement für die Ziele und das Ansehen der Pastoralpsychologie und der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie gewürdigt und geehrt werden.

1.    Über die Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft beschließt die Mitgliederversammlung der DGfP.
2.    Dem Vorstand des Vereins obliegt es, die Ehrenmitgliedschaft in der Mitgliederversammlung zu beantragen (Satzung § 6.4).
3.    Alle ordentlichen Mitglieder der DGfP haben das Recht, dem Vereinsvorstand eine Person für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft vorzuschlagen. Der Vorschlag bedarf der Begründung.
4.    Die Ehrenmitgliedschaft wird mit einer Urkunde verliehen, in deren Text die besonderen Verdienste gewürdigt werden, die die Verleihung begründen.
5.    Ehrenmitglieder, sofern sie noch nicht Mitglieder der DGfP waren, haben das Recht, sich einer Sektion anzuschließen.
6.    Ehrenmitglieder sind von der Zahlung des Mitgliedsbeitrages freigestellt.

Diese Ordnung wurde auf der Sitzung des Gesamtvorstandes der DGfP am 29.04.2004 beschlossen und auf der Mitgliederversammlung der DGfP am 2. Mai 2009 bekanntgegeben.

 

Am 29.04.2011 wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt:

Prof. Dr. Herrmann Stenger

Prof. Dr. Dietrich Stollberg

 

Zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft von Prof. em. Dr. Hermann Stenger

Hermann Stenger hat seit den 70er Jahren als katholischer Pastoralpsychologe und Gründungsmitglied der DGfP mit ökumenischer Weite grundlegende Impulse für die pastorale Bildungsarbeit in Kirche, Wissenschaft und Gesellschaft gegeben.
Mit tiefenpsychologischer Orientierung hat er für das pastorale Handeln in kirchlicher Verantwortung das Ziel verfolgt: „Personenbezogen zu kommunizieren“, „wirklichkeitsbezogen zu handeln“ und „botschaftsbezogen mit Symbolen umzugehen“.
Für die seelsorgerliche Ausbildung hat er Lernmodelle vertreten, die in der gegenwärtigen kirchlichen und gesellschaftlichen Situation Europas von Bedeutung bleiben werden.
Die Gesellschaft ehrt Prof. Stenger für sein Engagement in der DGfP mit einer Ehrenmitgliedschaft.

 

Zur Verleihung der Ehrenmitgliedschaft von Prof. em. Dr. Dietrich Stollberg

Dietrich Stollberg hat seit Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts die therapeutisch orientierte Seelsorge in ihren Anfängen mit entwickelt und mit seinem Werk „ Therapeutische Seelsorge“ Generationen von Theologie Studierenden geprägt sowie seelsorglich engagierte Pfarrerinnen und Pfarrer, die in den beginnenden 70er Jahren des letzten Jahrhunderts einen neuen Zugang zu Seelsorge erlernen wollten: weg von der bisher kerygmatisch ausgerichteten hin zu einer therapeutisch verantworteten Haltung.
Dietrich Stollberg wurde 1937 in Nürnberg geboren, ist in Schwabach aufgewachsen und hat Pädagogik, Germanistik und Theologie in Nürnberg, Erlangen, Neuendettelsau, Tübingen und Evanston/III. (USA) studiert.
Er wurde 1965 zum Pfarrer ordiniert, promovierte 1968 und habilitierte sich 1971. Seine psychoanalytische und gruppentherapeutische Ausbildung hat er bei V. E. von Gebsattel, I. von Viebahn, M. - L. Werner, Th. Hau, R. C. Cohn, R. Ronall u. a. absolviert.
Von 1971 - 1979 war er Professor für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Seelsorge und Pastoralpsychologie und Direktor des Seelsorgeinstitutes an der Kirchlichen Hochschule in Bethel/ Bielefeld.
1972 hat er die Deutsche Gesellschaft für Pastoralpsychologie mitbegründet und war als Gruppenpsychotherapeut, Lehrgruppenleiter und Supervisor im Deutschen Arbeitskreis für Gruppenpsychotherapie und Gruppendynamik (DAGG) tätig.
Von 1979 bis 1998 war er Professor für Praktische Theologie mit den Schwerpunkten Gottesdienst und Seelsorge an der Philipps-Universität Marburg.
Dietrich Stollberg war sowohl wissenschaftlich als auch praktisch und politisch engagiert: Er ist einer der Gründungsväter der DGfP, denen es gelang, die in den USA entwickelte therapeutisch begründete Seelsorgelehre auch in Deutschland fruchtbar werden zu lassen. In der sich hieraus gestaltenden „Seelsorgebewegung“ spielte Dietrich Stollberg eine maßgebliche Rolle. Neben seiner Lehrtätigkeit an den Universitäten Erlangen und Marburg betätigte er sich als Supervisor und Berater in vielen Supervisionsprozessen und sorgte mit den übrigen Mitgliedern des Gründungskreises der DGfP mit großem Engagement für eine Etablierung der Seelsorgeaus- und Fortbildung in seiner Landeskirche.
Er blieb der DGfP bis zum Schluss – mit der ihm eigenen kritischen Haltung auch mit kurzzeitigem zornigem Austritt und Wiedereintritt – verbunden.
Die Gesellschaft ehrt Prof. Stollberg als „Urgestein“ der DGfP mit einer Ehrenmitgliedschaft.

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