Die Sektion Personzentrierte Psychotherapie und Seelsorge ist eine überkonfessionelle Sektion innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Pastoralpsychologie. Die PPS ist dem Ansatz der humanistischen Psychologie verpflichtet, wie sie insbesondere von Carl R. Rogers begründet wurde, und kontinuierlich von Therapeuten und Pastoralpsychologen weiter entwickelt wird. Die Forschungsmethoden sind die der empirisch und phänomenologisch-hermeneutisch arbeitenden Psychologie.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit und Reflexion steht die konkrete Praxis der Mitglieder. Die Praxis der Mitglieder ist gekennzeichnet durch die Anwendung der innerhalb des personzentrierten Ansatzes entwickelten Haltung in Seelsorge, Beratung, Therapie, Supervision und Lehre.
Eine personzentrierte Beziehung in diesen Feldern beachtet die Ressourcen im Zusammenhang mit der jeweiligen Biographie und trägt mit dazu bei, dass sich das Selbstverständnis im Hinblick auf das Selbst, die Wahrnehmung der anderen Personen und den sozialen Kontext erweitert.
Die Ziele der Sektion PPS sind:
- Bekanntmachen und Weiterentwickeln des personzentrierten Ansatzes,
- Austausch über unterschiedliche theoretische Ansätze, Kategorien und Modelle in der Pastoralpsychologie,
- Austausch über Methoden der Praxis (Durchführung und Kontrolle),
- Interdisziplinäre Diskussion zwischen Psychologie, Theologie und religiös-kirchlicher Praxis,
- Vermittlung von psychologisch-psychotherapeutischen Forschungsergebnissen und Vermittlung von Ausbildungsgängen Personzentrierte Seelsorge und Fortbildungskursen für bestimmte Aufgabengebiete.
- Entwicklung und Durchführung von Ausbildungsgängen für Supervision,
- Erarbeiten von weiteren pastoralpsychologischen Ausbildungsmodellen und Curricula auch in Zusammenarbeit mit den anderen Sektionen der DGfP,
- Beratung von Personen kirchlicher Berufe und von Mitarbeitern im pastoralen Feld.
Die Mitglieder der Sektion arbeiten als PfarrerIn, SeelsorgerIn und ReligionspädagogIn in Kirchengemeinden, in kirchlichen Beratungsstellen, in Spezialpfarrämtern/Kategorialseelsorge, hauptberuflich in der Aus- und Fortbildung sowie Weiterbildung kirchlicher MitarbeiterInnen, in Supervision und Beratung, in der Forschung und Lehre von Universitäten, Hochschulen und kirchlichen Ausbildungseinrichtungen.
Ihre Angebote richten sich an hauptamtliche SeelsorgerInnen in Gemeinden und Sonderpfarrämtern, in der Gemeindeseelsorge und im Besuchsdienst, ehrenamtliche SeelsorgerInnen z.B. in Telefonseelsorge, Krankenhausseelsorge und Hospizarbeit, PfarrerInnen und MitarbeiterInnen mit entsprechendem Studium, die sich auf personzentrierte Seelsorge oder Supervision spezialisieren wollen.
Personzentrierte Pastoralpsychologie bietet einerseits eine qualifizierende Hilfestellung für die Tätigkeit in allen kirchlichen Arbeitsvollzügen (Verkündigung, Seelsorge, Leitung, Unterweisung sowie caritatives, diakonisches Handeln), und andererseits bildet sie für ein eigenständiges Handlungsfeld (Pastoralpsychologin/ Pastoralpsychologe, Beratung, Seelsorge und Supervision) aus.
Seit Gründung der Sektion KuV (Kommunikations und Verhaltenspsychologie ) 1976 in der DGfP kristallisiert sich der personzentrierte Ansatz in den Ausbildungsinstituten und bei den Mitgliedern als zentraler Ansatz heraus.
Dies findet auch seinen Ausdruck darin, dass viele Mitglieder dieser Sektion zugleich Mitglieder und AusbilderInnen in der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG) sind. Aufgrund dieser Entwicklung trägt die Sektion seit 1994 den Namen Personzentrierte Psychotherapie und Seelsorge (PPS).
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